Archive for the ‘Autoren’ Category

Besser als Rambo

admin | June 18th, 2008 | Autoren | Keine Kommentare »

Manche mögen´s hart: Lee Childs Serienheld Jack Reacher ist ein echter Kerl – und Jörg Bartel bekennender Fan: Ich bin ein Reacher-Creature. Reacher-Creatures sind in der Regel Frauen oder Männer wie ich: mittelgroß, mittelalt, mittelsportlich, mittelklug, mittelnett, gern auch Kriegsdienstverweigerer, die beim Cowboyspielen immer zu den Indianern gehalten und eine Schwäche für gute Literatur haben; die vielleicht gar Lyrik lesen und glauben, dass das Leben eine hoch komplizierte, fragileAngelegenheit ist und einfache Lösungen falsch sind. Die in ferner Zukunft vielleicht auf ihrem Grabstein lesen möchten, was auch der Autor Lee Child dort eingravieren lassen will: Hier liege “ein Kerl, der niemanden bösartig behandelt hat und seinen Unterhalt bestritt, ohne den Planeten auszuplündern”. Reacher-Creatures eint die Liebe zu einem Mann um die 40 und über 1,90, einem Trumm von Kerl, gut aussehend, potent wie ein Karnickel, ehemals als Militärpolizist Major in der US-Army, erstklassiger Scharfschütze, tödlicher Nahkämpfer, der ein Gemüt wie

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Geschwindigkeitsrausch

admin | June 18th, 2008 | Autoren | Keine Kommentare »

Wilde Kerle und verrückte Träume: Alessandro Baricco erinnert an die ersten Autorennen. NRZ-Redakteur Jens Dirksen ist im neuen Roman des Kultautors mitgefahren. Man muss nicht zu spät kommen, um vom Leben bestraft zu werden. Manchmal trifft es auch die Helden der Hochgeschwindigkeit. Oder die Zuvorkommenden. So einer ist Libero Parri. Mitten auf dem platten Land in den Hügeln des Piemont gründet er eine Autowerkstatt – dabei steckt das 20. Jahrhundert noch in den Kinderschuhen. Die Pferdestärken haben noch Hufe, die Wagen werden noch angespannt. Er aber sieht das Zeitalter des Automobils heraufdämmern, wartet tapfer in seiner Garage auf die ersten Kunden. Die Würde, das Visionäre – man weiß nicht, was gewinnender ist an diesem schönen Verlierer. Und würde ihm gern im wirklichen Leben begegnen, wo die Gründe, sich vor Menschen zu verbeugen, immer seltener werden. Libero steht immer wieder auf, da kann ihm die Welt noch so oft ein Bein

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Amanda war wieder total witzig

admin | June 18th, 2008 | Autoren | Keine Kommentare »

Caroline Tiger: Das kann schon klappen.Foto: Zoey Sless-Kitain Sanft und seicht dümpelnd: Carline Tigers Fernbeziehungsratgeber. Er war wieder mit Amanda im Malkurs und sie hat etwas total Witziges erzählt. Er hat keine Lust auf Sex mehr. Dann, ja dann, so Ratgeberfee Caroline Tiger, sollten die Alarmglocken angehen, dann steht die Fernbeziehung wohl vor dem Aus. Was für eine Einsicht. In unserer modernen, globalisierten Welt komme es immer häufiger zu Partnerschaften, die sich über größere Distanzen zu bewähren haben, so der Ausgangspunkt der in Philadelphia lebenden Autorin. Da sei es doch bestimmt sinnvoll, die armen Leute mit einem Leitfaden zu erfreuen, der Schmacht und Sehnsucht leichter erträglich macht. Man könnte zum Beispiel, so meint Tiger ernsthaft, dem Partner über die Webcam zeigen, wie groß die Fortschritte beim Stricken des neuen Pullovers sind, oder wo die Mücke zustach. Ratschläge wie diese sind allemal vergnüglich zu lesen, welche Schritte praktikabel sind, wissen die

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Der Vogelmensch

admin | June 17th, 2008 | Autoren | Keine Kommentare »

Marcel Beyer © Sven Paustian – Über Krähen hat sich Marcel Beyer kundig gemacht – und über andere Vögel, für die sich Konrad Lorenz leidenschaftlich interessierte. Marcel Beyer betreibt deutsche Vergange heitsbewältigung – und geht dem Wiener Nobelpreisträger Konrad Lorez nach.Er wird seit seinem 1996 erschienenen Roman “Flughunde” zu den bedeutenden deutschsprachigen Schriftstellern der Gegenwart gerechnet. Dieser Roman, einerseits erzählt aus der Sicht der ältesten Tochter von Joseph Goebbels und andererseits aus derjenigen des Tontechnikers Hermann Karnau, brachte ihm Kritikerlob und jede Menge literarischer Auszeichnungen. Zu Recht, denn alles ist da, was zu einem beachtenswerten Schriftsteller gehört: der originelle Ton, die große Bandbreite von Ausdrucksnuancen, ein sicheres Gefühl für das Spiel mit Metaphern, Vergleichen und rhetorischen Figuren. Für die guten Verkaufszahlen sorgte wohl dann nicht zuletzt die Mischung aus Fakten und Fiktion, die sich in jüngerer Zeit auf dem Markt bewährt hat. Diese Mischung behält Beyer auch in seinem neuen

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110 Jahre Erich Maria Remarque

admin | June 16th, 2008 | Autoren | Keine Kommentare »

Erich Maria Remarque Die bewegte Lebensgeschichte des Bestsellerautors Erich Maria Remarque kommt seinen Werken gleich – so spannend und turbulent verlief sie. Von Anfang an rankten sich Legenden um den Autor, der schon im Berlin der "Goldenen 20er" und später im amerikanischen Exil zu einem lebenden Mythos wurde. Glamour, Glanz und Luxus, elegante Autos und schöne Frauen wie Marlene Dietrich, Greta Garbo, oder Paulette Goddard bestimmten die eine Seite seines Lebens. Flucht, Verfolgung und Exil waren dessen Schattenseiten. Remarque litt unter dem Zusammenbruch überlieferter Werte und Ideale, die seiner Ansicht nach in den 1930er Jahren ihre Gültigkeit verloren hatten. Diese Auffassung spiegelt sich in den Themen seiner Bücher wider, in denen er u.a. die Verbrechen am kleinen Mann schilderte, der wegen der politischen Situation seine Heimat verlassen musste (“Arc de Triomphe”; “Liebe deinen Nächsten”; “Die Nacht von Lissabon” und “Schatten im Paradies”). Auch das Leiden und Hoffen derer, die in

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Joyce Carol Oates wird 70

admin | June 16th, 2008 | Autoren | Keine Kommentare »

Joyce Carol Oates ist am 16. Juni 1938 in Lockport geboren und gehört zu den bedeutendsten und profiliertesten amerikanischen Autorinnen der Gegenwart. Hierzulande berühmt ist sie durch Romane wie “Blond" oder “Wir waren die Mulvaneys" geworden. Sie wuchs als Tochter eines Farmers und Werkzeugmachers im US-Bundesstaat New York auf.Oates studierte mit einem Stipendium Englisch und Philosophie. Von 1961 bis 1967 arbeitete sie als Anglistik-Dozentin an der University of Detroit, von 1967-78 an der Universität in Windsor/Kanada. Seit 1987 unterrichtete sie an der Princeton University Kreatives Schreiben. Oates ist mit dem Professor für Literaturgeschichte, Raymond J. Smith, verheiratet. Zusammen geben die beiden die "Ontario Review of Books" heraus. Oates schrieb über 300 Erzählungen, circa 60 Romane, Jugendbücher, Lyrik, Dramen und eine Roman-Biographie über Marilyn Monroe. Ihre bisher erschienenen Jugendbücher sind “Foxfire” (1993), “Unter Verdacht” (2004), “Bad Girls” (2004) und “Mit offenen Augen” (2005). "Ausgesetzt"(2005) lehnt sich an Oates’ Erlebnisse als Studentin

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Ein amerikanischer Traum

admin | June 16th, 2008 | Autoren | Keine Kommentare »

Obama in New Hampshire im August 2007 Seit Barack Obama für das Amt des US-Präsidenten kandidiert, begeistert er die Menschen: Er verkörpert die weltweite Sehnsucht nach einer Politik des Friedens und der Menschlichkeit. Geboren wurde Barack Hussein Obama am 4. August 1961 in Honolulu, Hawaii, als Tochter eines Kenianers und einer US-Amerikanerin. Obama wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf, und ging mit seiner Mutter für einige Jahre nach Indonesien, nachdem sie sich von ihrem Mann hatte scheiden lassen. Nach der Rückkehr in die USA 1971 erlebte der junge Obama, wie er wegen seiner Hautfarbe diskriminiert wurde. Dies weckte seinen Ehrgeiz, er beschließt, Politikwissenschaft und anschließend Jura an der renommierten Harvard Law School zu studieren. Schnell zeigt sich sein außergewöhnliches Talent im Umgang mit Menschen und sein erstaunlich breites Wissen. Obama wird zum ersten dunkelhäutigen Präsidenten des konservativen Juristenmagazins “Harvard Law Review” gewählt. 1991 macht Obama seinen Abschluss “magna cum laude”.Dieser eröffnet

Titel: The American

Autor: Booth, Martin

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Der Teufel und der Kirchenmann

admin | June 16th, 2008 | Autoren | Keine Kommentare »

James Robertson© Geraint Lewis Writer Pictures Mit seinen beiden vorangegangenen Romanen hat sich James Robertson als einer der wichtigsten schottischen (und britischen) Autoren etabliert. Mit “Der Teufel und der Kirchenmann” zementiert er diesen Rang. Dieses überwältigend mitfühlende und zum Nachdenken anregende Buch stellt große Fragen. Auf dem Schreibtisch eines Verlegers in Edinburgh landet ein so eigentümliches wie faszinierendes Manuskript. Es handelt sich um die Memoiren eines Pastors der schottischen Kirche, der einige Monate zuvor unter mysteriösen Umständen verschwunden war. In den Aufzeichnungen enthüllt sich die Geschichte jenes Gideon Mack, für den die Existenz Gottes, geschweige denn des Teufels, nicht wahrscheinlicher ist als die von Geistern, Feen oder Elfen. Nur die wenigsten wissen, dass dieser Pastor der schottischen Kirche weder an Gott noch an den Teufel glaubt.Bis zu jenem Tag, an dem er in eine Schlucht stürzt und von einem Mann gerettet wird, der womöglich der Satan selbst ist. Gideon Mack

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Die literarische Fernsehwoche vom 16. bis 22. Juni

admin | June 16th, 2008 | Autoren | Keine Kommentare »

Charles Bukowskis "Factotum" läuft am 18. Juni Interessantes, Relevantes – die wöchentlichen Seite 4-Tipps fürs TV. 16. Juni, 22.15 Uhr, ZDF: Enthüllung, Spielfilm (USA, 1994, Regie: Barry Levinson, mit Michael Douglas, Demi Moore) – Chefin Moore will Sex von Douglas, kriegt ihn nicht und lastet ihm eine Vergewaltigung an. Starker, fieser Thriller nach Michael Crichton. 17. Juni, 1 Uhr, NDR: Jagd im Nebel, Spielfilm (USA, 1945, Regie: Herman Shumlin, mit Lauren Bacall, Charles Boyer) – Spion kämpft im spanischen Bürgerkrieg gegen die Faschisten. Basiert auf einer Story von Graham Greene. 18. Juni, 20.15 Uhr, Tele 5: Wonder Boys, Spielfilm (USA, Großbritannien, Deutschland, Japan, 2000, Regie: Curtis Hanson, mit Michael Douglas, Tobey Maguire) – dauerbekiffter Literaturdozent vergrübelt seinen nächsten Roman und entdeckt in einem depressiven Schüler sich selbst in jüngeren Jahren. Herrlich witzige und literarische Tragikomödie nach Michael Chabon. Hier ist die Literatur der eigentliche Star! 18. Juni, 20.15 Uhr, SRTL:

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“99,9999 Prozent gehören nicht zu den Bösen”

admin | June 14th, 2008 | Autoren | Keine Kommentare »

Steve Coll: aufschlussreiche FamiliengeschichteFoto: Lauren Shay Lavin In einem monumentalen Werk erzählt Pulitzer-Preisträger Steve Coll die Geschichte der Bin Ladens. "Dieser verbrecherische Terroranschlag, der gestern so viele unschuldige Leben gefordert, hat mich zutiefst schockiert. Ich möchte auf diesem Weg mein tief empfundenes Beileid ausdrücken. Alles Leben ist heilig und ich verurteile allen Mord und alle Angriffe auf Freiheit und menschliche Werte. Mit diesen Worten distanziert sich Yesmal Bin Laden, Osama Bin Ladens Halbbruder, schriftlich aus Genf von den Terroranschlägen des 11. September 2001, nur wenige Tage nach den Attentaten. Den US-Behörden scheint klar zu sein, wer für die Attacken auf das World Trade Center und das Pentagon verantwortlich ist; folglich überprüfen sie erstmal alle Angehörigen dieser weit verzweigten Familie – und das sind nicht gerade wenige. Erst zwei Jahre später erklärt ein FBI-Analytiker lapidar, es würden "Millionen" Bin Ladens "herumrennen", und "99,9999% gehören nicht zu den Bösen". Der Pulitzer-Preisträger Coll

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