Archive for the ‘Belletristik’ Category

Limit

Petra Bohm | October 2nd, 2009 | Belletristik | Keine Kommentare »

Frank Schätzing beendet das Warten seiner Fans: am 5. Oktober erscheint sein neuer Thriller Limit. Die dpa durfte vorab lesen und hat  den Autor interviewt… Frank Schätzing mag keine halben Sachen. Seine Bücher sind dick und aufwendig recherchiert und seine Plots ausufernd. Das gilt erst recht für seinen neuen Roman «Limit». Er ist ein mehr als 1300 Seiten starkes Beispiel für die Schätzingsche Meisterschaft, bei Dutzenden von Figuren und einer Handlung, die an etlichen verschiedenen Orten auf fast allen Kontinenten und im Weltraum spielt, den Überblick zu behalten. «Limit» ist eine unorthodoxe Mischung aus Science Fiction, Spionageroman und Actionthriller. Der Plot ist mindestens so an den Haaren herbeigezogen wie in Schätzings Bestseller «Der Schwarm». Aber seine Geschichte erzählt der 52-jährige Autor auch diesmal so spannend, dass man das Buch am liebsten nicht aus der Hand legen würde. Und noch mehr als das: Je weiter man liest, umso mehr taucht man

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Neuer spannender Coelho: Der Sieger bleibt allein

Petra Bohm | September 28th, 2009 | Belletristik, Krimis | Keine Kommentare »

Ein Thriller, der keiner sein will… Eine Reihe von Morden erschüttert die Film-Festival-Stadt Cannes. Scheinbar zusammenhanglose Verbrechen, da jede Tat auf eine andere Weise begangen wird. Für die Veranstalter des Promispektakels in der außerhalb der Festivalzeit eher langweiligen südfranzösischen Küstenmetropole ist das eine Katastrophe – für Inspektor Savoy allerdings ein Fall, von dem er sich Aufstiegsmöglichkeiten erhofft. Einmal mehr schaut Paulo Coelho in seinem neuen Roman «Der Sieger bleibt allein» in die Tiefen der menschlichen Seele. Die Frage hier ist nicht: Wer ist der Mörder? Sondern: Wer wird das nächste Opfer sein? Der brasilianische Erfolgsautor macht von Beginn an kein Geheimnis daraus, dass der Mörder ein russischer Millionär namens Igor ist. Die Spannung – und spannend ist die Lektüre wie selten sonst bei Coelho – baut er aus psychologischen Elementen auf. Er lässt den Leser teilhaben an der merkwürdigen und krankhaften Zerrissenheit Igors, an den Hoffnungen und Wünschen künftiger oder

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In Wahrheit wird viel mehr gelogen

Petra Bohm | September 26th, 2009 | Belletristik | Keine Kommentare »

Die Erbmasse verringert sich mit der Masse der Erben … Heldinnen von Frauenromanen sind häufig so angelegt, dass sich möglichst viele Frauen mit ihnen identifizieren können. So tummeln sich zwischen bunten Buchdeckeln unzählige mittelmäßig begabte, latent frustrierte, leicht übergewichtige Singlefrauen. Das Happy End dann bitte schön mit fester Beziehung, Heirat inklusive, und mindestens der Aussicht auf Nachwuchs. In ihrem neuesten Roman trennt sich Kerstin Gier von diesem bewährten Erfolgsrezept. Ihre Heldin, die Endzwanzigerin Carolin steht nicht am Anfang, sondern am Ende einer Beziehung: sie ist gerade erst Witwe geworden und war mit einem Mann verheiratet, der ihr Vater hätte sein können. Carolin, die mit überdurchschnittlicher Intelligenz sozusagen gestraft ist, hat bereits mit 16 ihr Abitur gemacht, mehrere Studienabschlüsse, spricht sieben Sprachen fließend, und spielt dazu noch virtuos Klavier und Mandoline. Da sie gelernt hat, dass besonders Männer auf derartige Qualitäten nicht unbedingt positiv reagieren, versucht sie all das zu verstecken.

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Berliner Sex und andere Gefühle: Kraussers krasse Momentaufnahme

Petra Bohm | September 22nd, 2009 | Belletristik, Politik und Gesellschaft | Keine Kommentare »

Schon der Titel klingt unwiderstehlich: «Einsamkeit und Sex und Mitleid»… Und es ist auch kein Etikettenschwindel, denn von der ersten bis zu letzten Seite geht es in dem neuen Buch von Helmut Krausser eben genau darum. Der 45-jährige Autor schreibt über Berliner und Berlinerinnen und deren Versuche, einen Partner zu finden. Das liest sich überwiegend finster, dabei oft aber auch sehr komisch. Die 15-jährige Swentja bekommt plötzlich per SMS 100 Euro für Oralsex von einem unbekannten Mahmud geboten. Die energische Managerin Julia serviert ihren sexuell leistungsstarken, aber beruflich ziemlich schlaffen Ehemann Uwe an Heilig Abend ab, weil sie sich «ohne ihn einfach besser fühlen würde»: «Geh von mir aus in den Puff. Mach dir eine schöne Zeit.» Der obdachlose Punk Holger schwängert die obdachlose Sybille in ihrem Schlafsack. Der verheiratete Firmenchef Thomas und seine viel jüngere Geliebte sowie Angestellte Carla provozieren vor einer schnellen Nummer mal eben türkische Kids zu

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“Liebe und anderer Schlamassel” von Ilan Heitner

Petra Bohm | September 22nd, 2009 | Belletristik | Keine Kommentare »

stehen im Mittelpunkt seines neuen gleichnamigen Romans… Heitners Held Amir reist als Student von Tel Aviv nach New York, um dort an einer Filmschule zu studieren und jede Menge Spaß zu haben. In der Mega-Stadt irrt er umher, er feiert und verliebt sich in Philly. Amir jagt seiner Herzensdame hinterher, er brennt für sie und feiert mit ihr. Wie die Faust aufs Auge passen sie zusammen. Philly ist Amirs Mädchen, Amir ist Phillys Macker, sie sind unzertrennlich, und New York liegt ihnen zu Füßen. Bis beide Francesca kennenlernen, die sie gleichzeitig verführt. Als Amir nicht verheimlicht, das ihm nach dem Sex zu dritt im Drogenrausch die Fremde eher zugesagt hat als die eigene Freundin, verlässt ihn Philly. Amir kehrt zurück nach Tel Aviv, führt dort ein wildes Leben durch alle Betten – und kann Philly trotzdem nicht vergessen. Seine Gier wird ihm zum Verhängnis. Am Ende steht er alleine da,

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Neue Novelle von Siegfried Lenz

Petra Bohm | September 19th, 2009 | Autoren, Belletristik | Keine Kommentare »

Rätselhafte Dinge geschehen im Gefängnis Isenbüttel. Während einer Theateraufführung verlassen Häftlinge ungehindert das Gelände… Berührend, humorvoll, lebensweise: In seiner neuen Novelle «Landesbühne», die am Mittwoch (23.9.) in den Buchhandel kommt, bündelt Siegfried Lenz die ihn sein Schriftstellerleben lang auszeichnenden Eigenschaften. Der 83-Jährige hat ein vom Umfang her kleines Buch geschrieben, das jedoch wie die Summe seiner von Nazi-Diktatur, Weltkrieg und Heimatverlust belasteten Lebenssicht wirkt. Es ist ein literarisches Bekenntnis zu Menschlichkeit und Herzenswärme als Schlüssel für ein gelingendes, sinnerfülltes Leben – allen Widrigkeiten und Schicksalsschlägen zum Trotz. Jenseits aller Religionen und Ideologien, deren Versprechen nicht nachprüfbar oder gescheitert sind, setzt Lenz auf Freundschaft und Gemeinschaft. Und auf die aufklärerische wie lebenspendende Kraft von Kultur, von Theater, Tanz und Literatur. Das Buch ist ein Bekenntnis zur philosophischen Richtung des Existenzialismus. So lässt Lenz in seinem Werk die Titel gebende Landesbühne von Samuel Becketts existenzialistischem Klassiker «Warten auf Godot» im Gefängnis aufführen

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Juliet, Naked: Bewegende Musik – erstarrte Liebe

Petra Bohm | September 17th, 2009 | Belletristik | Keine Kommentare »

Fans von Nick Hornbys Roman High Fidelity dürfen sich freuen, denn sein neues Buch spielt wieder in der Welt der Rock- und Popmusik… Die Faszination der Rockmusik und die Ödnis der Beziehungen lassen Nick Hornby nicht los: Sein sechster Roman handelt von besessenen Fans und ausgebrannten Musikern, erstarrter Liebe und der Angst vor Neubeginn. Der englische Pop-Autor erzählt wie stets mit leichter Ironie in «Juliet, Naked» die Geschichte von der Museumskuratorin Annie, die mit ihrem Lebensgefährten Duncan in einer kleinen Stadt an der englischen Küste lebt. Er ist ein fanatischer Fan des (fiktiven) Sängers Tucker Crowe, der 1986 auf mysteriöse Weise verschwunden ist und von dem man seitdem nichts gehört hat. Duncan hat sich selbst zu einem «Crowologen» ernannt: Er pilgert zu Orten, die in Crowes Leben eine besondere Rolle gespielt haben und tauscht im Internet mit ebenso enthusiastischen Fans Analysen zu Crowes Musik und Vermutungen über seinen Verbleib aus.

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Die allererste Lovestory der Menschheit

Petra Bohm | September 17th, 2009 | Belletristik | Keine Kommentare »

Was passierte wirklich zwischen Adam und Eva? Wie war die Anmache, wie kam es zum ersten Kuss? Ja nun, wie fing das damals eigentlich alles so an mit uns Menschen? Diese Frage bekommt jeder, der die Schöpfungsgeschichte aus der Bibel kennt, sicher beantwortet, aber schöner ist es doch, wenn man ein Buch liest, in dem diese Geschichte viel anschaulicher und vor allem lustiger beschrieben ist, als in dem ‘Buch der Bücher’. Adam war nicht zufrieden mit seinem Namen. Viel lieber wollte er “großer Rumrotz” genannt werden. Warum nur? Er sollte den Tieren Namen geben und eigentlich war dies sein ganzer Lebensinhalt. Ziemlich öde für so einen Mann, dachte sich Gott und erschuf schwuppdiwupp die Frau. Eva sollte sie heißen und plappern sollte sie wie ein Wasserfall. Auch zickig sollte sie sein und eifersüchtig. Adam dachte zunächst an eine Fehlkonstruktion, denn Eva sah anders aus als er. Sie hatte kokosnussförmige Ausbuchtungen

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Geschichte der «Wüstenblume» – Kinostart am 24.09.09

Petra Bohm | September 17th, 2009 | Belletristik, Preise und Events | Keine Kommentare »

Mit bewegenden Bilder und großem Feingefühl hat die Regisseurin Sherry Hormann («Irren ist männlich») den autobiografischen Bestseller von Waris Dirie verfilmt… Es ist die Geschichte der somalischen Nomadentochter Waris (gespielt von Topmodel Liya Kebede), die – wie in ihrer Kultur üblich – als Fünfjährige das unbeschreiblich grausame Ritual der Genitalbeschneidung erleiden muss, mit 13 Jahren vor der Zwangsverheiratung mit einem alten Mann nach Mogadischu flieht, und schließlich nach London gelangt. Dort nimmt sie die chaotische Verkäuferin Marylin (Sally Hawkins aus «Happy-Go-Lucky») unter ihre Fittiche, wenig später entdeckt sie der Modefotograf Donaldson (Timothy Spall aus «Lügen und Geheimnisse»). Ihr Aufstieg zu einem der bestbezahlten Models ist märchenhaft. Ihre Prominenz nutzt sie, um ihr Buch zu schreiben und damit vor allem auf die grausame Tradition der Genitalverstümmelung aufmerksam zu machen, was ihr mit beachtlichem Erfolg gelingt. Sie wird zur viel beachteten Menschenrechtsaktivistin mit ihrer eigenen Organisation «Waris Dirie Foundation».© dpa Wüstenblume, Deutschland

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Hilla bricht auf: Zweiter Teufelsbraten-Roman

Petra Bohm | September 15th, 2009 | Belletristik | Keine Kommentare »

Es kann so viel schiefgehen im Leben. Was wäre aus Hildegard Palm geworden, hätte ihr Großvater sie nicht in die Weisheit der Steine eingeweiht? Wäre ihr Lehrer nicht gewesen, der dafür sorgte, dass sie auf die Realschule kam? Hätte sie sich brechen lassen durch die Prügel ihres Vaters? Die Sorge um dieses Kind, das sich doch kaum wehren kann, der Wunsch, in den Roman hineinzusteigen und der Großmutter zu sagen, sie soll endlich mit dem Unsinn vom «Teufelsbraten» aufhören – diese Sympathie für Hildegard hat viel zum Erfolg von Ulla Hahns Roman «Das verborgene Wort» beigetragen. Nun, acht Jahre nach dem Bestseller und gut ein Jahr nach dem Fernseh-Zweiteiler, erscheint die Fortsetzung: «Aufbruch». Hilla, wie sie sich mittlerweile nennt, ist eine Jugendliche, wird erwachsen, zieht zum Studieren nach Köln. Immer noch kann viel schiefgehen. Denn wer reifer wird, kann auch mehr falsch machen, ist für die Fehler zumindest mitverantwortlich. Die

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