Archive for the ‘Belletristik’ Category

Sex and the city für Männer

Petra Bohm | September 15th, 2009 | Belletristik | Keine Kommentare »

Habe ich noch eine Affäre oder schon eine Beziehung? Kann ein Vollbart zwischen einem Mann und seiner wahren Liebe stehen? Und wie stoppe ich den ehrgeizigen Junior-Kollegen, der mit der Tochter des Chefs ins Bett geht? Vier Männer mit ihren unterschiedlichen Problemen und Erwartungen vom Leben treffen aufeinander, denn Paul (42, geschieden) hat neue Mitbewohner: Kollege Schamski steht eines Abends vor der Tür, weil er wegen mehrerer Seitensprünge zu Hause rausgeflogen ist. Freund Günther braucht eine Bleibe, weil er seine Wohnung gekündigt und seiner Traumfrau einen Antrag gemacht hat – etwas überstürzt, wie die Traumfrau fand. Und Bronko, ein talentloser Künstler und Gelegenheitschauffeur, ist sowieso schon länger obdachlos. Sie alle wollen nur eines: Liebe und Geborgenheit. Und sie alle haben ein Problem: Wie, bitte, funktioniert eigentlich die Frau als solche? Ab sofort schwinden Pauls Weinvorräte, dafür ist nachts schon mal eine nackte Sekretärin in der Küche anzutreffen… Hans Rath lässt

Weiterlesen

Geheime Kommandosache: Dan Browns «Lost Symbol»

Petra Bohm | September 11th, 2009 | Belletristik | Keine Kommentare »

Wie macht man ein Buch am besten bekannt? Indem man es so geheim wie möglich hält… Nach diesem Rezept versucht der zum Bertelsmann-Konzern gehörende US-Verlag Doubleday seit Monaten, den neuen Roman des amerikanischen Bestsellerkönigs Dan Brown zu einem Verkaufsschlager zu machen. Am kommenden Dienstag (15. September) soll das Warten ein Ende haben: Fünf Jahre nach dem Sensationshit «The Da Vinci Code» (deutscher Titel: «Sakrileg») bringt Brown (45) seine von den Fans sehnsüchtig erwartete Folgegeschichte «The Lost Symbol» auf den Markt. In Deutschland soll der Thriller zur Frankfurter Buchmesse am 14. Oktober erscheinen. Bis zur letzten Minute wollen die Verantwortlichen das Buch unter Verschluss halten. Anders als sonst üblich bekommen die Medien kein Vorab-Exemplar, um eine Besprechung vorzubereiten. Selbst die rund 50 Verlage im Ausland, die die Übersetzungsrechte erworben haben, müssen sich bis zum Stichtag gedulden. Angeblich durften weltweit bisher erst sechs Menschen das ganze Manuskript lesen – und das auch

Weiterlesen

In vier Tagen will Julia heiraten

Petra Bohm | September 7th, 2009 | Belletristik | Keine Kommentare »

Nach einer endlosen Reihe von Enttäuschungen durch ihren Vater hat die junge New Yorkerin geahnt, dass dieser auch bei ihrer Hochzeit wieder einmal durch Abwesenheit glänzen wird… »Nun?«, fragte er ungeduldig. »Kommt er?« Julia schüttelte den Kopf. »Welche Ausrede hat er diesmal parat?« Julia holte tief Luft und sah Stanley an. »Er ist tot!« Die beiden Freunde blickten sich eine Weile schweigend an. »Diese Entschuldigung kannst du wirklich nicht in Frage stellen«, flüsterte Stanley schließlich. Statt zu heiraten, muss Julia nun eine Beerdigung organisieren. Da bekommt sie ein seltsames Paket – Inhalt ist der jüngst verstorbene Papa höchstpersönlich – inklusive Fernbedienung. Vater und Tochter haben nun sechs Tage Zeit für “all die ungesagten Worte” zwischen ihnen und einen Ausflug in die Vergangenheit… Ein toter Vater, der quicklebendig aus einer Kiste steigt, ist also das zentrale Element dieser tragisch-romantischen Komödie, die trotz dieses märchenhaften Einstiegs den Leser in eine sehr reale

Weiterlesen

Liebe hat mit Vernunft wenig bis nichts zu tun

Petra Bohm | September 7th, 2009 | Belletristik | Keine Kommentare »

Eine kleine Lektüre über die Zerrissenheit einer Frau zwischen Familie und der vermeintlich großen Liebe… Im Zug beginnt Jürg Amanns neuester Roman, und im Zug endet er. Tatsächlich unternimmt die Hauptfigur Emma in «Die kalabrische Hochzeit» eine Reise, kommt aber nie wirklich an. Diese Reise führt durch ihre Gefühlswelt, in der es nicht gut aussieht. Denn nach mehr als zehn Jahren platzt Lorenzo abrupt in ihr Leben. Der war ihr Liebhaber, ihre Beziehung zerbrach damals aber. Und nun lebt Emma schon lange in einem anderen Leben, mit Ehemann Carlo und Tochter Laura. Damit startet auch ein Hin- und Hergerissen-Sein. Die Lehrerin Emma pendelt nicht nur in ihrer Gefühlswelt, sondern auch in der realen. Sie sitzt dauernd im Zug von Triest (Carlo und Tochter) zu geheimen Treffen in Bologna oder Venedig, schließlich sogar Kalabrien (Lorenzo). In Rückblenden merkt der Leser nach und nach, wie Emmas Welt mehr und mehr ins Wanken

Weiterlesen

Zu Tode amüsiert: «Unendlicher Spaß» von David Foster Wallace

Petra Bohm | September 1st, 2009 | Belletristik | Keine Kommentare »

“Der Roman ist eine Schatzkiste, in der man Wörter findet, die man im ganzen Leben nicht noch einmal lesen wird… “ Ulrich Blumenbach (Übersetzer) Man möchte verzweifeln: Was gibt es nicht alles für weise Lehren von der Mühe, die sich lohne und der Lektüre, die jede Anstrengung wert sei. Doch dann kommt ein Trumm von einem Buch daher, dessen Titel «Unendlicher Spaß» kaum die unendliche Mühe zu versüßen vermag, die allein der Umfang von mehr als 1600 Seiten mit sich bringt. Ganz zu schweigen von der Vorliebe des Autors für fast irrwitzig verschachtelte Sätze und eine ebensolche Story. Wo ist denn da der Spaß? Und doch ist «Infinite Jest» von David Foster Wallace seit der Erstveröffentlichung 1996 ein Kultroman und das nicht erst seit sich der damals 46 Jahre alte Schriftsteller am 12. September 2008 nach jahrelangen Depressionen erhängte. Wer das Buch liest, wird mit dem tragischen Ende des Mannes

Weiterlesen

«Einer von vielen»: Knotenpunkte des Schicksals

Petra Bohm | September 1st, 2009 | Belletristik | Keine Kommentare »

Über sechs Ecken kann jeder Mensch jeden anderen auf der Welt erreichen. Das besagt jedenfalls eine Theorie… In «Einer von vielen» spürt Norbert Zähringer diese Knotenpunkte auf und zeigt, dass Zufall und Schicksal nicht nur das Leben maßgeblich beeinflussen, sondern auch die unterschiedlichsten Persönlichkeiten an den unmöglichsten Orten zusammenbringen. Der Autor spinnt seine Geschichte rund um Edison Frimm, der als Sohn einer Postbotin und eines Trinkers während eines Erdbebens bei Los Angeles unter einem deutschen Eichentisch Anfang der 20er Jahre geboren wird. Viel später soll ein Erdbeben erneut dazu führen, dass sein Leben weitergeht. An einem sonnigen Tag vereitelt es den Selbstmordversuch des alten Edison, der sich als gescheiterter und schwer kranker Mann das Leben nehmen will. Zähringer beschreibt Edisons Leben mit all den Schicksalsschlägen und Anekdoten, die das Leben mit sich bringt. Edison verdient als Junge seine Brötchen als Poolboy der Reichen und Schönen in den Hollywood Hills. Hier

Weiterlesen

“Mauerblümchen”: Eine Amerikanerin über die Wende

Petra Bohm | September 1st, 2009 | Belletristik | Keine Kommentare »

Die Geschichte erzählt von vier Stunden aus dem Leben von Molly und Mick, die die Zukunft der Beiden verändern. «Die Mauer ist offen. Und ich bin zu» … Ganz ehrlich? Holly-Jane Rahlens hat den Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 verschlafen. Die mittlerweile seit 37 Jahren in Berlin lebende Amerikanerin war damals gerade auf Verwandtenbesuch in San Francisco und erfuhr von der friedlichen Revolution in der DDR erst mit einem Tag Verspätung. Dann aber ergriff sie ein unbändiges Gefühl von Freude – und auch Stolz. «Ich lebe da! In Berlin!», rief sie den verwunderten Menschen zu, die vor den Fernsehern in einem Elektronikgeschäft in San Francisco die Bilder aus Deutschland verfolgten. Wenige Tage später war die Schriftstellerin zurück in ihrer Wahlheimat Berlin. 20 Jahre nach dem Mauerfall hat Rahlens die aufregende Wende-Zeit in dem deutsch- deutschen Liebesroman «Mauerblümchen» verarbeitet, der am 1. September erschienen ist. Mit größter Detailgenauigkeit

Weiterlesen

Fiktives Porträt der Laura Bush: «Die Frau des Präsidenten»

Petra Bohm | September 1st, 2009 | Belletristik | Keine Kommentare »

Das Selbstporträt über den unfreiwilligen Aufstieg einer Frau, ist die beinahe kunstvolle Kombination von Teilwahrheiten und viel Fantasie… Um ihre Beliebtheit musste sich First Lady Laura Bush niemals sorgen. Der Irakkrieg war blutiger denn je und die Glanzzeiten der Präsidentschaft des Georges W. Bush längst vorbei – aber ihre Sympathiewerte blieben konstant hoch. Zu den zahlreichen Büchern, die sich während der Bush-Ära mit dem Leben der Ex- Präsidentengattin befassten, hat die junge amerikanische Autorin Curtis Sittenfeld einen dicken Wälzer hinzugefügt: «Die Frau des Präsidenten». Pikante Details aus dem Liebesleben des fiktiven Präsidentenpaares geben der Familiengeschichte eine gewisse Würze. Aus Laura ist Alice geworden, von Beruf Lehrerin und Schulbibliothekarin – ganz wie die echte First Lady. Als «höflich, hinlänglich gebildet und hinlänglich hübsch» beschreibt sich die 31- Jährige aus einem Provinzstädtchen im Mittleren Westen, als sie den «aufsteigenden Stern am republikanischen Himmel» Charlie Blackwell heiratet. Was damit auf sie zukommt, begreift

Weiterlesen

«Julie & Julia»: Meryl Streep als Ausnahmeköchin

Petra Bohm | September 1st, 2009 | Belletristik | Keine Kommentare »

Man nehme 1 junge Frau auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, 524 Rezepte, 1 winzige Küche und 1 geduldigen Ehemann… Julia Child ist seit vielen Jahren eine gewöhnliche Hausfrau. Doch dann wird ihr Ehemann Paul 1948 nach Paris versetzt – und die Amerikanerin Julia entdeckt die französische Küche für sich. Ihre Passion wird sogar so stark, dass sie ihr Wissen amerikanischen Hausfrauen näherbringen will. Mit Erfolg: Mit ihrem Kochbuch und ihrer exzentrischen Art revolutioniert Child nicht nur die amerikanische Kochkultur, sondern avanciert noch lange vor Jamie Oliver und Tim Mälzer zum TV-Koch-Star. Dieser Ausnahmeköchin setzt die Regisseurin Nora Ephron nun mit «Julie & Julia» ein Denkmal – mit einer brillanten Meryl Streep in der Hauptrolle. Grundlage des Films sind gleich zwei wahre Geschichten. Zum einen die der leidenschaftlichen Köchin Julia Child, die im Paris der 50er Jahre ihre Berufung findet und in mühevoller Kleinarbeit jahrelang an einem Kochbuch

Weiterlesen

Pop-Literat unvollendet – Werkausgabe von Jörg Fauser

Books | August 25th, 2009 | Belletristik | Keine Kommentare »

Berlin (dpa) – Das Leben von Jörg Fauser ist seit 22 Jahren vorbei. Zu Ende ging es am 17. Juli 1987 auf der A94, einem besonders trostlosen Stück deutscher Autobahn zwischen München-Riem und Feldkirchen, morgens um halb vier.  Fauser war dort zu Fuß unterwegs, nachdem er im Hofbräuhaus und in der «Schumann’s»-Bar seinen 43. Geburtstag gefeiert hatte und dann noch im Puff war. Was der Schriftsteller auf der A94 zu suchen hatte und wie er dort hinkam, weiß bis heute keiner genau. Fest steht nur, dass er ziemlich besoffen war, als ihn ein Lastwagen auf der rechten Spur erwischte. In diesem Sommer wäre der Grenzgänger zwischen Journalismus und Literatur 65 Jahre alt geworden. Und so viel Fauser wie jetzt war im deutschen Buchhandel noch nie: Im Diogenes-Verlag ist soeben mit mehr als 3200 Seiten eine neunbändige Taschenbuch-Werkausgabe erschienen. Dazu brachte der Alexander Verlag als letzten Teil seiner großen Fauser-Edition mit

Weiterlesen