Archive for the ‘Belletristik’ Category

Schwerelos

admin | October 1st, 2008 | Belletristik | Keine Kommentare »

Ildikó von Kürthy © Jens Boldt Es könnte doch alles so schön sein! Kurz bevor sie 37 wird, bekommt Marie doch noch das, was sie immer wollte: einen Heiratsantrag. Ihre Träume von Ehe, Familie und einem Häuschen mit Carport und Komposthaufen scheinen sich endlich zu erfüllen. Aber als sie gerade “Ja!” sagen will, geschehen ausgesprochen merkwürdige Dinge. Ihre Tante verglüht um Mitternacht in einem Feuerball – was sie allerdings nicht daran hindert, Marie weiter mit unbequemen Lebensweisheiten zu verunsichern. Ihre beste Freundin hat einen prominenten Geliebten und vertritt den beunruhigenden Standpunkt, dass man nicht gleichzeitig treu und glücklich verheiratet sein kann. Ihre umtriebige Cousine weiß nicht genau, von wem sie schwanger ist. Ihr schwuler Schulfreund fällt beim Geburtsvorbereitungskurs unangenehm auf und im Kreissaal kommt auch alles ganz anders als erwartet. Ihr Chef droht mit Kündigung, und Marie fällt vom Stuhl direkt in die Arme eines Mannes mit Brustbehaarung und eigener

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Sven Regeners “Der kleine Bruder”

admin | September 30th, 2008 | Belletristik | Keine Kommentare »

Sven Regener Seit Anfang September gibt es ihn nun, den neuen lang erwarteten Mittelteil der "Herr Lehmann"-Trilogie von Sven Regener. Es handelt sich dabei um den Roman "Der kleine Bruder". "Neues Leben hin, neues Leben her, dachte Frank, es sollte nicht mit der Fahrt durch einen langen, dunklen Tunnel beginnen. Oder vielleicht doch, dachte er, als in der Ferne die hell strahlende Grenzkontrollstelle auftauchte wie ein frisch gelandetes Raumschiff. Odervielleicht gerade doch." Berlin-Kreuzberg, November 1980: Im Schatten der Mauer gedeiht ein Paralleluniversum voller Künstler, Hausbesetzer, Kneipenbesitzer, Kneipenbesucher, Hunde und Punks. Bier, Stand­punkte, Reden, Verräterschweine -  alles ist da. Nur eins fehlt: jemand, der alles mal richtig durchdenkt: Frank Lehmann aus Bremen. Nachdem seine WG dort vom Gesundheitsamt geschlossen wurde, das Zimmer bei seinen Eltern zum Fernseher reparieren benötigt wird und er nach dem kühnem Ausbruch aus dem Wehrdienst noch keinen Plan hat, fährt er erst mal nach Berlin -  zu

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Die Umfrage

admin | September 29th, 2008 | Belletristik | Keine Kommentare »

Autor Ernst Bieber Ernst Bieber – selbst Journalist und Redakteur – verfasste einen Thriller, der die Frage nach journalistischer Ethik und Sorgfaltspflicht ebenso aufgreift wie die Thematik noch immer flüchtiger Kriegsverbrecher vom Balkan. Wenn ein Zeitungsjournalist ein Interview fingiert und einen Interviewpartner erfindet, zieht das mitunter ungeahnte Verwicklungen mit sich. Noch dazu wenn es um ein nach wie vor heikles Thema wie den Balkankonflikt geht und serbische Nationalisten auf den Plan gerufen werden. Ein wegen Verbrechen im Balkankrieg gesuchter ehemaliger serbischer General provoziert aus dem Untergrund verbal das Tribunal in Den Haag. Dies nimmt der Redakteur einer Wiener Tageszeitung zum Anlass, eine Straßenbefragung durchzuführen, wie die Österreicher zu diesem Thema stehen. Der Reporter Bernd Baldus wird mit dieser Umfrage betraut, Bedingung dabei ist, dass er auch die Stellungnahme eines in Wien lebenden Serben einholt. Baldus findet keinen entsprechenden Interviewpartner und so schreibt er ein fiktives Interview und erfindet den Serben

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Anna Mitgutsch 60. Geburtstag

admin | September 29th, 2008 | Belletristik | Keine Kommentare »

Anna Mitgutsch © Peter von Felbert Zum 60. Geburtstag der österreichischen Autorin und Literaturwissenschafterin am 2. Oktober 2008 wird das Buch "Das andere Gesicht" als Neuausgabe vorgelegt. Anna Mitgutsch, deren literarisches Werk mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet wurde, beschreibt die Geschichte einer Ménage à trois. Zwei Frauen, die verschiedener kaum sein könnten: Jana, dunkelhaarig, musikalisch hochbegabt, voll ungebändigter Phantasie, lebt in ihren Träumen und hadert mit der Welt der Wirklichkeiten. Sonja hingegen ist die blonde, stille Beobachterin. Die jungen Frauen erzählen abwechselnd die Geschichte ihrer Freundschaft – ein kompliziertes Geflecht von Anziehung und Abstoßung, von Ängsten und Sehnsüchten, in das ein Mann auf fatale Weise einbricht: Achim, ein egozentrischer Hippie-Künstler. Die Verstrickung der drei birgt immer wieder die Erfahrung von Fremdheit und spiegelt zugleich die stete Suchenach einem erfüllten Leben. Reinhold Tauber vergleicht die besondere Erzählkraft des Buches in den "Oberösterreichischen Nachrichten" mit der Meeresbrandung: "Man kann sich ihr aussetzen –

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Liebling, ich komm später

admin | September 28th, 2008 | Belletristik | Keine Kommentare »

Nach dem Seitensprung ist vor dem Seitensprung: Désirée Nick entlarvt in ihrem neuen Buch den Seitenspringer, enthüllt mit ironischem Blick die ganze Wahrheit über die diversen Facetten des Fremdgehens und gewährt heißersehnte Einsichten auf die Frage nach dem Wieso, Weshalb, Warum. Partnerschaftliches Glück und Treue haben nichts miteinander zu tun: die meisten Männer, die fremdgehen, bezeichnen Ihre Partnerschaft sogar als intakt. Und schlimmer noch: Unsere Gesellschaft höhlt die Monogamie ganz bewusst aus und fördert Affären! Luxuslabels wie Cartier, Tiffany, Chanel oder Dom Perignon würden bankrott gehen, wenn alle plötzlich treu wären! An den Schuldgefühlen und Verpflichtungen, die außereheliche Beziehungen mit sich bringen, stoßen sich Wirtschaftsimperien gesund."Liebling, ich komm später: Das große Buch vom Seitensprung" ist das Alptraumbuch für Männer, die betrügen. Désirée Nick, gefeierte Entertainerin und "RTL-Dschungelqueen mit Weltklasse" (FAZ), gehört zum Feinsten und Gemeinsten, was deutsche Bühnen und Bildschirme zu bieten haben. Zweifelsohne ist sie eine der vielseitigsten Künstlerinnen

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Don Quijote von der Mancha

admin | September 25th, 2008 | Belletristik | Keine Kommentare »

"Don Quichotte und Sancho Pansa" von Honoré Daumier Don Quixote de la Mancha ist zweifellos eines der wichtigsten Bücher der Weltliteratur, ganz zu schweigen von seiner Bedeutung im spanischsprachigen Raum. In der Literaturgeschichte des Abendlandes begründet das Werk die neue Gattung Roman. Nun liegt das Werk in einer beeindruckenden Neuübersetzung vor. Jeder kennt Don Quijote, den Ritter, und seinen weltklugen Knappen, Sancho Panza. Wortreich und wunderbar absurd sind die Gespräche, in denen die beiden Helden streiten und philosophieren, während sie sich von ihren Blessuren kurieren. Zweihundert Jahre nach Ludwig Tieck, der den "Don Quijote" zum entscheidenden Werk der Romantik machte, erhält der Klassiker mit Susanne Langes Neuübersetzung nun auch im Deutschen die sprachliche Dimension, die er im Original besitzt. In einem reichhaltigen Anhang wird das Goldene Zeitalter in Spanien beleuchtet, werden biographische und geschichtliche Hintergründe aufgezeigt sowie die jüngsten Erkenntnisse der Quijote-Forschung mitgeteilt. Der Ritter Don Quijote hat bald nach

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Der Turm

admin | September 22nd, 2008 | Belletristik | Keine Kommentare »

Uwe Tellkamp © Brigitte Friedrich In epischer Sprache, in eingehend-liebevollen wie dramatischen Szenen entwirft Uwe Tellkamp ein monumentales Panorama der untergehenden DDR, in der Angehörige dreier Generationen teils gestaltend, teils ohnmächtig auf den Mahlstrom der Revolution von 1989 zutreiben, der den Turm mit sich reißen wird. Hausmusik, Lektüre, intellektueller Austausch: Das Dresdner Villenviertel, vom real existierenden Sozialismus längst mit Verfallsgrau überzogen, schottet sich ab. Resigniert, aber humorvoll kommentiert man den Niedergang eines Gesellschaftssystems, in dem Bildungsbürger eigentlich nicht vorgesehen sind. Anne und Richard Hoffmann, sie Krankenschwester, er Chirurg, stehen im Konflikt zwischen Anpassung und Aufbegehren: Kann man den Zumutungen des Systems in der Nische, der "süßen Krankheit Gestern" der Dresdner Nostalgie entfliehen wie Richards Cousin Niklas Tietze – oder ist der Zeitpunkt gekommen, die Ausreise zu wählen? Christian, ihr ältester Sohn, der Medizin studieren will, bekommt die Härte des Systems in der NVA zu spüren. Sein Weg scheint als Strafgefangener

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Das dunkle Schiff

admin | September 22nd, 2008 | Belletristik | Keine Kommentare »

Sherko Fatah Foto: Privat Ein junger Iraker sagt sich von den Gotteskriegern los und flieht nach Deutschland. Ein kluger Abenteuerroman, der mit Spannung zeigt, wie ein kleines Leben von großen Umwälzungen erfasst wird. Das Buch von Sherko Fatah "Das dunkle Schiff" steht auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2008. Das Buch erzählt die Geschichte des jungen Kochs Kerim, der sich aus dem irakischen Grenzland auf die beschwerliche und gefährliche Reise nach Europa macht. Von früh an der Idee verfallen, sich zu verwandeln, hat er noch andere Gründe für seine Flucht, war er doch unter die Gotteskrieger geraten und mit ihnen durchs Land gezogen, bevor er sich von ihrem Weg der Gewalt lossagte. Kerim bemüht sich, in Deutschland ein neues Leben zu beginnen. Obwohl er in dem fremden Land auch Zuwendung und sogar seine erste Liebe findet, kann er die Vergangenheit nicht abschütteln. Vielmehr kommt diese ihm fortwährend bedrohlich näher.

Titel: Freiheit

Autor: Jonathan Franzen

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Kinderhochzeit

admin | September 15th, 2008 | Belletristik | Keine Kommentare »

Adolf Muschg © Isolde Ohlbaum Adolf Muschg hat eine Liebesgeschichte geschrieben von kühner Offenheit und zugleich eine Geschichte des europäischen Bewußtseins. Wie für den Roten Ritter Parzival stellt sich auch in diesem Roman die Frage nach dem ‘rechten Leben’, nach dem ‘einen, das not tut’. Und es zeigt sich dies am Ende als das, was der europäischen Zivilisation (noch) nicht gelungen ist. Klaus Marbach und seine Frau, die Juristin Manon de Montmollin, haben sich in der Arbeit am sogenannten Bergier-Bericht über die Schweizer Neutralitätspolitik im Zweiten Weltkrieg kennengelernt. Als sie sich trennen, setzt er seine Recherche im badischen Nieburg, im Herzen des Bühlerschen Aluminium-Imperiums, auf eigene Faust fort: "Das Böse in Nieburg, ich möchte wissen, wo es herkam und wie man ihm widersteht." Lange merkt Marbach nicht, daß er ausgezogen ist, das Fürchten zu lernen. Denn die Verstrickung der Kriegsgeneration und diejenige ihrer Nachkommen wird zu seiner eigenen. Es ist

Titel: Bacons Finsternis: Roman

Autor: Wilfried Steiner

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Die Liebenden von Konstantinopel

admin | September 14th, 2008 | Belletristik | Keine Kommentare »

Katie Hickman © Neil Bennett Konstantinopel, 1599: Celia wird in den Harem des osmanischen Sultans verschleppt. Gegen ihren Willen erwählt er sie zur Favoritin. Ihr englischer Verlobter plant bereits die Befreiung. Sein geheimes Zeichen der Liebe ist ihre größte Hoffnung. Celia Lamprey, eine englische Kaufmannstochter, wird von Piraten entführt und in den Serail nach Konstantinopel verkauft. Trotz der prächtigen Umgebung kann sie ihre Vergangenheit nicht vergessen, wie es für eine Frau klug wäre, die im Harem glücklich werden will. Ihr Herz gehört ihrem Verlobten, der als Gesandter in der Stadt weilt und vor den Palastmauern auf sie wartet. Sein Befreiungsplan bringt Celia in höchste Gefahr. Vierhundert Jahre später entdeckt eine junge Frau in Oxford die dramatische Geschichte der beiden Liebenden. Elizabeth reist nach Istanbul. Dort trifft sie auf einen jungen Mann, der ihr die Welt der osmanischen Prinzen eröffnet. "Ein äußerst unterhaltsamer Roman, vielschichtig und voller Leben. Das Konstantinopel des

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