Archive for the ‘Belletristik’ Category

Peitsche, Schlapphut, Abenteuer.

admin | May 19th, 2008 | Belletristik | Keine Kommentare »

© Lucas Films Am 18. Juni 2007 fiel die erste Klappe für "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels". Regisseur Stephen Spielberg, Produzent George Lucas und Titelheld Harrison Ford bringen den heldenhaften Archäologen endlich zurück auf die große Leinwand. Am 22. Mai 2008 ist es soweit und der vierte Film der "Indy" – Saga kommt in die Kinos. Der Archäologie-Professor Henry "Indiana" Jones wird mitten in der heißesten Phase des kalten Krieges von einem KGB-Spezialkommando entführt. Zwar kann er mit knapper Not entkommen, doch die Regierung hält ihn für einen Verräter. Um seinen Namen rein zu waschen und das Schicksal eines verschollenen Freundes zu klären, muss er der Spur der russischen Spione folgen. Wegen des großen Erfolgs der Spielfilme beschäftigen sich natürlich auch zahlreiche literarische Werke wie Romane und Comics mit der Figur des Indiana Jones. Hier stellen wir eine Auswahl des Begleitmaterials zum Film vor, die jedem echten “Indiana

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Der weite Weg zum Mond

admin | May 19th, 2008 | Belletristik | Keine Kommentare »

© Xenia Bühler Hella Bruns begibt sich auf eine einsame Reise. Ihr Ziel ist der Mond. Doch es ist nicht die Sehnsucht nach dem Himmelskörper oder die Lust aufs Abenteuer, die sie antreibt. Ihr Sohn Tobi hätte eigentlich fliegen sollen, hätte fliegen müssen.  Er, der, fasziniert von den Sternen und dem Mond, begeistert ihre Laufbahnen verfolgt, alles Wissen über die Himmelskörper ansammelt, das er finden kann und der sich bei einem Preisausschreiben um einen Flug zum Mond bewirbt. Tobi ist sich sicher, dass er gewinnen wird, doch am Ende fliegt Hella. Hella will eigentlich nicht zum Mond, sondern einfach nur weg. Ihr Weg führt sie durch die unendliche zentralasiatische Weite, durch Länder, die alles brauchen, aber keine Raumfahrt. Kilometer für Kilometer entfernt sich Hella von einem Leben, das ihr nichts mehr bedeutet. Doch am Weltraumbahnhof angekommen entwickelt sich eine eigene Magie und Anziehungskraft, und die Erde entfaltet noch einmal ihre

Titel: Der Fürst des Nebels: Roman

Autor: Carlos Ruiz Zafón

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Wiederentdeckt: Annemarie Schwarzenbach

admin | May 19th, 2008 | Belletristik | Keine Kommentare »

© Marianne Breslauer Archiv, Zürich Zum 100. Geburtstag dieser mutigen und engagierten Autorin erscheint einer ihrer persönlichsten Texte, das frühe Werk “Eine Frau zu sehen”. Sie brach mit den Konventionen ihres millionenschweren Elternhauses, war bekennende Lesbe, Schriftstellerin, Reise- und Fotojournalistin. Ihr rastloses Leben und ihr früher Tod machten Annemarie Schwarzenbach zum Mythos. Ihr 1971 geborener Grossneffe Alexis Schwarzenbach – der fürs Zürcher Literaturmuseum Strauhof eine phänomenale Schwarzenbach-Ausstellung eingerichtet hat – hat den Text im schweizerischen Literaturarchiv ausgegraben und nun sorgfältig ediert. Dort stellt sich eine Frau ihrer gleichgeschlechtlichen Leidenschaft. St. Moritz, Weihnachten 1929: Im Fahrstuhl ihres Hotels trifft die junge Ich-Erzählerin auf eine geheimnisvolle Frau im weißen Mantel. Ihre Blicke begegnen sich, Sekunden nur, es fällt kein Wort, und doch: Dieser Moment verändert alles, weckt Hoffnungen und unstillbares Verlangen. Inmitten des ausgelassenen Wintersporttreibens, umgeben von herausgeputzten Skifahrern, tanzenden Mädchen, werbenden Kavalieren und eifersüchtigen Freundinnen, wartet die junge Frau auf nur

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Verzettelt

admin | May 19th, 2008 | Belletristik | Keine Kommentare »

Ralf Schlatter (pd) Verlorene Worte und ihre Geschichten. Ralf Schlatter hat zehn Jahre lang Handgeschriebenes von der Straße aufgehoben und dazu Geschichten erfunden. Es kann sein, dass Ihr Einkaufszettel zur Inspirationsquelle für Literatur wird. Nämlich dann, wenn Sie ihn unterwegs beim Einkauf verlieren und Ralf Schlatter denselbigen aufliest. Das tut er seit Jahren. Er sammelt, liest und schreibt dazu Geschichten, die das Leben hätte erfinden können. Eine vergnügliche Lektüre ist garantiert, mit Nachhalleffekt. Ruth Schweikert, Franz Hohler und Christoph Simon steuern ebenfalls ihre Fantasie zu gefundenen Zetteln bei.Der Verleger Egon Ammann erklärte einmal an einem Podium, dass gute Literatur auf der Straße entstünde. “Verzettelt” beweist diese Aussage perfekt. Urs Heinz Aerni Das Buch: Ralf SchlatterVerzetteltVerlorene Worte und ihre Geschichtenmit Gastgeschichten von Ruth Schweikert, Franz Hohler und Christoph SimonChristoph Merian Verlag130 Farbabbildungen, broschiertISBN: 978-3-85616-370-9

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Musik ist Versöhnung mit dem Leben

admin | May 18th, 2008 | Belletristik | Keine Kommentare »

Ingeborg Prior und Ella Milch-Sheriff "Ein Lied für meinen Vater" von Ella Milch-Sheriff erzählt die Geschichte einer Frau, die nach dem Geheimnis ihres Vaters sucht und die Liebe zur Musik findet. Die berührende Lebensgeschichte der bekannten israelischen Komponistin Ella Milch-Sheriff spiegelt die Konflikte einer ganzen Generation. Ella ist eine »Sabra«, wie man die in Israel geborenen Juden nennt, die der Sabra-Kakteenfrucht gleichen sollen: außen stachelig, innen saftig und süß. Sie trägt jedoch auch die Bürde der zweiten Generation. Ihre Eltern, der Gynäkologe Dr. Baruch Milch und seine Frau Lusia, haben die Shoa überlebt und in Israel eine Heimat gefunden. Ellas Leben ist geprägt von der zerstörerischen Beziehung zu ihrem Vater, dessen Grausamkeit sie fürchtet. Sie flüchtet sich in die Musik, spielt Klavier und beginnt mit zwölf Jahren zu komponieren. Nur langsam begreift sie, dass der Grund für das schwierige Verhältnis zu ihrem Vater in dessen Vergangenheit liegt. Ellas Suche nach

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Endlich allein!

admin | May 16th, 2008 | Belletristik | Keine Kommentare »

Wenn das Leben ein Tango ist, sollte man sich den Partner, der uns sicher durch die schwierigen Schrittfolgen führt, gut aussuchen. Dieser Aufgabe widmen wir uns mit großer Hingabe und sehr unterschiedlichem Erfolg. Bereits in kurzen Hosen zerrupfen wir mit bebenden Fingern Margeriten und erleben den ersten Liebeskummer. Dann folgt jenes "Endlich allein!", das Fest der Sinne, das früher oder später in eintönige Routine mündet. Gleichgültigkeit und Verbitterung fordern nun ihren Tribut und lassen uns nur die Erinnerung an das, was möglich war und nicht wahr wurde. Endlich allein! – befreit von einer unglücklichen Liebe, älter und vielleicht ein bißchen weiser sind wir noch immer voller Lust auf einen weiteren Tanz … Die uruguayische Autorin Christina Peri Rossi, geboren 1941 in Montevideo, hat in verschiedenen Städten auf verschiedenen Kontinenten gelebt, über dreißig Bücher geschrieben und zahlreiche Preise dafür bekommen. Sie hatte viele Liebschaften, musste zweimal ins Exil gehen – nach

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“Wir fliegen”: Neues Werk von Peter Stamm

admin | May 16th, 2008 | Belletristik | Keine Kommentare »

© Gaby Gerster Spätestens seit seinem Romanerfolg “Agnes” ist Peter Stamm der Literaturwelt ein Begriff. Er erhielt zahlreiche Preise, unter anderem 1999 den Rauriser Literaturpreis, 2000 den Rheingau-Literaturpreis und 2002 den Carl-Heinrich-Ernst- Kunstpreis. Nun ist sein neues Werk “Wir fliegen” im Fischer Verlag erschienen. Zum Inhalt: Vor Jahren wollte Heidi Künstlerin werden, in Wien studieren an der Akademie, aber die Reise ging nur bis Innsbruck. Jetzt hat sie Mann und Kind, die sie nie gewollt hat. Erst durch Carmen, die hübsche Lehrtochter aus der Bäckerei, fängt sie wieder an zu träumen. Bruno arbeitet seit dreißig gleichmäßigen Jahren als Portier in einem Hotel. Er war beim Arzt, ein schlimmes Ergebnis könnte ihn erwarten. Noch weiß er nichts endgültiges, es ist seine letzte Nacht vor dem Resultat. Aber es wird nichts sein, bestimmt nicht. Für einen Moment ist er ganz glücklich.Es sind diese Momente, in denen sich etwas verändert im Leben, in

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“Die Stadt der Blinden” ist Eröffnungsfilm in Cannes

admin | May 15th, 2008 | Belletristik | Keine Kommentare »

© José Frade In Cannes wurde gestern das 61. Internationale Filmfestival eröffnet. Als erster Film des Festivals lief die Literaturverfilmung "Blindness" ("Die Stadt der Blinden"). Der brasilianische Regisseur Fernande Meirelles verfilmte den gleichnamigen Roman von Literatur-Nobelpreis-Träger José Saramago. Da der Film erst im Oktober bei uns in den Kinos laufen wird, bleibt noch genug Zeit das einzigartige Buch zu lesen. Zum Inhalt: Eine Ampel in einer namenlosen Stadt springt auf Grün. Ein Auto bleibt dennoch stehen. Der Fahrer ist urplötzlich erblindet. Den freundlichen Helfer, der den Erblindeten nach Hause bringt und sich anschließend dessen Autos bemächtigt, ereilt das gleiche Schicksal. Wie eine Epidemie greift die Blindheit um sich. Der Staat reagiert brutal. Die Erblindeten werden in einem leerstehenden Irrenhaus interniert, wo sie sich selbst überlassen werden. Doch es gibt eine Sehende unter ihnen, die die Krankheit nur vorgetäuscht hat, um bei ihrem Mann zu bleiben. Mit ihrer Hilfe könnte der

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Der Tote von Passy

admin | May 14th, 2008 | Belletristik | Keine Kommentare »

Barbara Bongartz (Dittrich Verlag) Lange Zeit wünschte ich den Tod meiner Eltern. Ich liebte sie, und ich schämte mich für diesen Wunsch. Seine Erfüllung aber schien dem Mädchen, das ich war, die einzige Rettung für unsere Familie. Ich dachte, wenn sie tot wären, würden wir glücklich sein und ihre Sorgen hätten ein Ende. Wer sind meine Eltern gewesen, bevor sie meine Eltern wurden? Ich habe mir die Frage zu spät gestellt.Etwas stimmte mit ihnen nicht. Sie waren nicht einverstanden mit ihrem Leben. Da war diese Unruhe im Haus. Unglück in den Augen meiner Mutter. Zorn in der Stimme meines Vaters. Ihr Mund. Sein Blick. In mir ein diffuses Schuldgefühl. Etwas schien nicht zusammenzugehen. Ich spürte das. Sie quälten sich. Aber ich wusste nicht womit.«Die Protagonistin in Barbara Bongartz autobiografischem Roman erhält eines Tages einen versiegelten Brief, in dem ihr mitgeteilt wird, dass ihr eigentlicher, leiblicher Vater in wenigen Tagen in

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60 Jahre Israel

admin | May 13th, 2008 | Belletristik | Keine Kommentare »

Klagemauer und Sicherheitswall, Neuankömmlinge aus aller Welt und Pioniere der ersten Stunde – nirgendwo liegen die Extreme so eng beisammen wie in Israel, das seit seiner Gründung im Mai 1948 in einen Konflikt mit seinen arabischen Nachbarn verstrickt ist. Zu Fuß und mit dem Bus war Sylke Tempel in Israel unterwegs und entdeckte ein faszinierendes Land, das sich stets neu erfindet. Vor rund anderthalb Jahren schnappte sie sich ihren Rucksack, um einen neuen Blick zu wagen. Ihr Buch verknüpft elegant Vergangenheit und Gegenwart, Mythos und Realität. Auf den Spuren des Exodus reist sie von Kairo durch die Halbinsel Sinai, über die West Bankund die Felsenfestung Massada bis nach Jerusalem, sie trifft Algenzüchter mitten in der Wüste, eislaufende Russen, israelische Araber, Soldaten und Überlebende des Holocaust. Sie besucht das altehrwürdige Jerusalem, jüdische Siedler in Hebron und die Hightech-Metropole Tel Aviv. Ihre ebenso farbige wie kenntnisreiche Reisereportage ist zugleich die politische Biographie

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