Archive for the ‘Biografien’ Category

Clara Kramer: “Eine Handbreit Hoffnung”

Petra Bohm | December 21st, 2009 | Biografien | Keine Kommentare »

Vom Überleben des Anstands im Nazi-Terror… Er war Trinker, Schläger, Ehebrecher, Nazi-Freund und Antisemit. Dennoch versteckte der Volksdeutsche Valentin Beck in der Stadt Zólkiew von Ende 1942 bis Spätsommer 1944, als die Sowjetarmee in Ostpolen eintraf, insgesamt 18 Juden bei sich im Keller. Mehr als einmal brachte er damit sein Leben sowie das seiner Frau und Tochter in Gefahr – etwa bei Einquartierungen von Wehrmachtssoldaten, SS-Leuten oder deutschen Polizisten. Posthum wurde das Ehepaar Beck dafür 1983 in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Israel geehrt. Zu den Geretteten zählten auch die 1927 geborene Clara Kramer, ihre Eltern und einige Verwandte, die so zu den wenigen Dutzend Überlebenden von einst fast 5000 Juden Zólkiews wurden. Über den ungebildeten Choleriker Beck schreibt die 82- jährige, heute in New Jersey/USA lebende Kramer: Doch tief in seinem Herzen war etwas Gutes. Und das Gute ist stärker gewesen als all seine Schwächen. Ihr gerade auf Deutsch

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Zum 150. Geburtstag von S. Fischer

Petra Bohm | December 21st, 2009 | Autoren, Biografien | Keine Kommentare »

Deutsch-jüdische Erfolgsgeschichte Als der Verleger Samuel Fischer am 15. Oktober 1934 in Berlin stirbt, notiert sein wichtigster Autor: «Ein Stück meines Lebens geht mit dem kleinen Juden, der ein Glückskind und eine Art von Genie war, ins Grab.» Nobelpreisträger Thomas Mann lag mit der Beschreibung von Samuel Fischer richtig: Der Jude, der aus einem kleinen ungarischen Dorf stammte, hatte im weltstädtischen Berlin Ende des 19. Jahrhunderts eine Art Tellerwäscher-Karriere hingelegt. Mit S. Fischer schuf er einen der bedeutendsten deutschen Literaturverlage, in dem nicht nur Thomas und Heinrich Mann sowie Hermann Hesse ihre Werke veröffentlichten, sondern auch bedeutende ausländische Autoren. Zum 150. Geburtstag von Samuel Fischer am 24. Dezember hat Barbara Hoffmeister nun eine große Biografie des Verlegers vorgelegt. Sie folgt Fischer auf dem Weg von seinem inzwischen zur Slowakei gehörenden Geburtsort Liptó Szent Miklós in die Habsburger-Metropole Wien, wo er eine Buchhändlerlehre macht. Dann sucht Fischer um 1879 herum sein

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«Vater der Atombombe» – Alles über J. Robert Oppenheimer

Petra Bohm | December 7th, 2009 | Biografien | Keine Kommentare »

Er war einer der brillantesten Physiker: J. Robert Oppenheimer (1904-1967)… Kürzlich ist seine Biografie «J. Robert Oppenheimer» erschienen, und wer das 580 Seiten starke Werk gelesen hat, dem wird sofort klar, warum die beiden Autoren Kai Bird und Martin J. Sherwin für ihre exakte Recherche und ihre packende Darstellung den begehrten Pulitzer-Preis erhalten haben. Besonderes Augenmerk legen die Verfasser auf die Diffamierungen Oppenheimers in der McCarthy-Ära. Er war das wohl prominenteste Opfer der antikommunistischen Hetze in den USA Ende der 1940er bis Anfang der 1950er Jahre. Auf dem Höhepunkt der von US-Senator Joseph McCarthy geschürten Hysterie musste der weltbekannte Physiker nach illegalen Abhöraktionen sogar den Staatsdienst quittieren. Wahrlich kein Ruhmesblatt für die USA. Auslöser war Oppenheimers Entsetzen nach dem Abwurf der ersten Atombombe auf Hiroshima am 6. August 1945: Erschüttert von der Zerstörungskraft seiner Schöpfung hatte er sich gegen den Einsatz von Nuklearwaffen engagiert. Das Zusammenspiel von FBI und McCarthy

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Der Mann, der Shakespeare erfand

Petra Bohm | December 1st, 2009 | Biografien | 1 Ein Kommentar »

Eine Romanbiografie – informativ und spannen wie ein Krimi! Ist der weltberühmte Name des englischen Dramatikers nur ein Pseudonym? Wer schrieb in Wirklichkeit “Romeo und Julia”, “Macbeth” und den “Sommernachtstraum”? Seit über 200 Jahren hegen Literaturexperten Zweifel und hatten in dieser Zeit fast 50 vermeintliche Ghostwriter im Visier. Neben Sir Francis Bacon und  Christopher Marlowe gehörte auch der Earl of Oxford Edward de Vere schon länger zu den Hauptverdächtigen. Kurt Kreiler hat den “Fall Shakespeare” nun neu aufgerollt. Seine erstaunlichen, aber wissenschaftlich fundierten Thesen: Der Dichter William Shakespeare hat nichts zu tun mit dem Schauspieler und Geldverleiher William Shakspere aus Stratford-upon-Avon. Hinter dem literarischen Pseudonym Shake-speare verbirgt sich der gebildete Aristokrat Edward de Vere, Earl of Oxford, der am Hofe von Queen Elizabeth I. ein- und ausging. Die Dramen des »Speerschwingers« Shake-speare wurden dementsprechend nicht für das Globe Theatre, sondern für die englische Hofbühne geschrieben. Der Autor Ben Jonson gab

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Fremdkörper von Miriam Pielhau

Petra Bohm | November 15th, 2009 | Biografien | Keine Kommentare »

Sonntag, 15.25h ZDF Dieses Buch will den vielen Frauen Mut machen, die ihr Brustkrebs-Schicksal mit Miriam Pielhau teilen… Anfang 2008 wurde bei der bekannten TV-Moderatorin Miriam Pielhau mit erst 32 Jahren Brustkrebs festgestellt: Innerhalb kurzer Zeit durchlief sie das gesamte medizinische Programm mit Operation, Chemotherapie und Bestrahlung. Parallel dazu hat sie ihre Erlebnisse, Gefühle und Gedanken dieser Zeit in einer Art Erfahrungsroman festgehalten. Spannend, emotional und auch  humorvoll erzählt Pielhau was sie während der Therapie erlebt, was sie fühlt, welche Personen sie trifft und wie sich ihr Blick auf das Leben verändert. Der Anfang klingt wie eine Episode aus dem “perfekten” Leben – vielleicht war es zu perfekt. Miriam arbeitete in einem spannenden Job, der sie ausfüllte, mit dem Freund stritt das jungdynamische Mädel immer mal wieder über Fragen der Haushaltsführung und regte an, dass auch der Herr des Hauses mal den Spül- und Putzlappen schwingen könnte. Man spult das

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Haltet euer Herz bereit von Maxim Leo

Petra Bohm | November 11th, 2009 | Biografien, Politik und Gesellschaft | Keine Kommentare »

Die DDR als aufwühlende Familiengeschichte Die Familie von Maxim Leo war wie eine kleine DDR. In ihr konzentrierte sich vieles, was in diesem Land einmal wichtig war: Die Hoffnung und der Glaube der Gründerväter. Die Enttäuschung und das Lavieren ihrer Kinder, die den Traum vom Sozialismus nicht einfach so teilen wollten. Und die Erleichterung der Enkel, als es endlich vorbei war. In dieser Familie wurden im Kleinen die Kämpfe ausgetragen, die im Großen nicht stattfinden durften. Hier traf die Ideologie mit dem Leben zusammen. Denn die Überzeugungen waren stark und sie wurden geprägt von einer starken Persönlichkeit, Großvater Leo: Résistance-Kämpfer, Spion, Journalist und Gründervater des antifaschistischen Staates. Widerspruch war entweder zwecklos oder führte zu Zerwürfnissen. Maxims kritischer Vater Wolf, ein radikaler Künstler und Freigeist, liebt Gerhards Tochter Anne trotz ihrer Staatstreue. Und Sohn Maxim steht dazwischen und muss einsehen, dass es gegen »revolutionäre« Eltern kein jugendliches Aufbegehren geben kann. Bis

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Franziska Troegner: «Für’s Schubfach zu dick»

Petra Bohm | October 13th, 2009 | Biografien | Keine Kommentare »

so heisst  der Titel ihrer erheiternd-nachdenklichen Erinnerungen… Sie ist keine zweite Helga Hahnemann, wie es die Talentförderer zu DDR-Zeiten planten. Und wer sie heutzutage etwa die «Marianne Sägebrecht des Ostens» nennt, sollte auf energischen Widerspruch gefasst sein. Zugegeben, bei der Figur sind Ähnlichkeiten nicht zu übersehen. Aber mehr lässt die Berliner Schauspielerin Franziska Troegner (55) nicht zu. Ihr Credo: «Jederzeit ein Unikat». Troegner erzählt nicht einfach eine Biografie voller Höhen und mancher Tiefen, sondern unterfüttert sie mit Alltagsgeschichten und den Erfahrungen einer gebürtigen Ost- Berlinerin vor und nach dem Mauerfall. Die Eltern – die Mutter ist Opernsängerin, der Vater Kabarettist und Regisseur – sind keinesfalls begeistert, dass die Tochter nur einen Wunsch kennt: auf die Bühne. Ihnen zuliebe bewirbt sie sich nach dem Abitur zum Studium der Theaterwissenschaft, obwohl sie sich inzwischen schon erfolgversprechend als Laien-Kabarettistin bei den «Reizzwecken» ausprobiert. Nach drei Ablehnungen habe sie die «Nase voll» gehabt, gesteht

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“Dewey und ich”- Ein Kater mit magischer Ausstrahlung

Petra Bohm | October 3rd, 2009 | Belletristik, Biografien, Tiere | Keine Kommentare »

Nach dem tollpatschigen Labradorhund Marley, dessen bedingungslose Treue ein weltweites Publikum berührte, wirbt jetzt der kleine Kater Dewey um die Gunst der Leser… In Nordamerika hielt sich die bezaubernde, auf Fakten beruhende Erzählung von Vicki Myron wochenlang auf den Bestsellerlisten. Sie eroberte sogar den Spitzenplatz der «New York Times». Unter dem deutschen Titel «Dewey und ich – Die wahre Geschichte des berühmtesten Katers der Welt» erschien sie jetzt im Münchner Verlag Page & Turner. Es heißt, die Oscar-Preisträgerin Meryl Streep sei so ergriffen gewesen von der Geschichte, dass sie auf das Angebot der weiblichen Hauptrolle sofort einging. Sie wird die Autorin Vicki Myron spielen, eine Bibliothekarin und alleinstehende Mutter. Myron ist – oder vielmehr war – zu Deweys Lebzeiten – die Leiterin der öffentlichen Bücherei von Spencer, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Iowa, einer der Kornkammern Amerikas. Sie fischt an einem bitterkalten Morgen im Januar 1988 ein halb erfrorenes Bündel mit

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Held der Lüfte

admin | September 30th, 2009 | Biografien | Keine Kommentare »

Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte, so faszinierend und spannend ist es erzählt. Edgar Belser hat gewiss doppelt so schnell gelebt wie die meisten von uns.Edgar Belser brachte es vom Küchenjungen zum Hoteldirektor, vom Seifenkistenbauer zum Maschineningenieur, vom Matrosen zum Hochseekapitän und Piloten. Seine Kindheit verbrachte der Abenteurer in Locarno, in Zürich absolvierte er die Hotelfachschule Belvoirpark, danach heuerte er in Holland auf einem Schiff an und landete einige Reisen und acht Monate später in Venezuela. Aus den geplanten zwei Jahren, die er dort bleiben wollte, wurden fünfzig. Er arbeitete nachts. Am Tag studierte er Maschinenbauingenieur und bildete sich auch sonst weiter. Edgar Belser kochte in einem Restaurant, war für die Buchhaltung in einem Hotel zuständig, er war Risikoinspektor, Schadensgutachter, Verkehrspolizist, Erdbebenspezialist, Urwaldpilot. Er züchtete Wasserbüffel, fabrizierte Seife und Käse, betrieb ein Touristencamp. Manches gelang ihm, vieles nicht. Ein Glücksritter und Pechvogel, der Humor, Neugierde

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Meine Befreiung

Petra Bohm | August 5th, 2009 | Biografien | Keine Kommentare »

Endlich DIE Autobiografie der “Salz auf unserer Haut”-Autorin Benoîte Groult! Es ist nicht nur die Beschreibung einer privilegierten Kindheit, dreier Ehen mit drei Töchtern und des Lebens einer erfolgreichen Autorin. Es ist vor allem die Geschichte einer fortwährenden Bewusstwerdung und Befreiung, um der “Gefangenschaft”, wie sie es nennt, zu entkommen. Und schließlich geht es um den Tod: den ihres geliebten Mannes Paul Guimard, und um das Bewusstsein von der eigenen Endlichkeit. Mit Witz und Ironie schildert sie den für ihre Frauengeneration ungewöhnlichen Weg in die Freiheit, auf dem sie sich weder radikalen Emanzipationstheorien noch gesellschaftlicher Scheinmoral beugte. »Eine ironische und ehrliche Autobiographie, gemäß dem Bild dieser großen unehrwürdigen Bourgeoise, in der man Eltern, die Schwester, Ehemänner, Liebhaber, Angelszenen, Freundschaften, Töchter, Enkeltöchter und vor allem die Durchsetzung der Frauenrechte vorbeiziehen sieht.«L’express»Benoîte Groult, 89 Jahre alt, meldet sich mit einer berührenden, komischen und erfrischenden Autobiographie zurück. Die gute Neuigkeit: Man kann Feministin

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