admin | Posted 06/08/2007 | Autoren | Keine Kommentare »
In letzter Zeit ist es still geworden um Fernando Arrabal, das einstige "Enfant terrible" der spanischen Literatur. Aber so ganz kann der alte Provokateur, der am Samstag, 11. August, 75 Jahre alt wird, das Sticheln doch nicht lassen: "Ich bin Atheist, aber ich bete jeden Abend – für den Fall der Fälle." "Wenn es Gott nicht gibt, habe ich nichts verloren. Aber wenn es ihn doch gibt, bin ich der große Gewinner", erklärte Arrabal vor kurzem in einem Interview. Als in Spanien noch strenge Sittengesetze und die Zensur der Franco-Diktatur herrschten, sahen die Machthaber in dem Bühnenautor, Romancier und Filmemacher so etwas wie ein Schreckgespenst. Arrabals Theaterstücke kreisten zumeist um Krieg, Tod und Schrecken. Gewalt- und Nacktszenen lösten so manchen Theaterskandal aus. Der "Spiegel" bezeichnete den Autor 1966 als den "bislang schlimmsten Sittenstrolch des modernen Theaters". Arrabal verarbeitete in vielen Stücken Kindheitserinnerungen vom spanischen Bürgerkrieg (1936-1939). Der Krieg hatte auch
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admin | Posted 06/08/2007 | Belletristik | Keine Kommentare »
Zeruya Shalev Das Scheitern einer Ehe geht oft langsam und schleichend vor sich. Ella will diesem quälenden Prozess, der einer allmählichen Vergiftung gleicht, ein jähes Ende setzen und beschließt von einem Tag auf den anderen, sich von ihrem Mann zu trennen, und bittet ihn, die Wohnung zu verlassen. Sie bleibt zurück mit ihrem gemeinsamen Kind – und gerät ins Zweifeln. Sie ist frei, hat nun aber Angst vor der Einsamkeit und das furchtbare Gefühl, dem Kind die Familie genommen zu haben. Doch dann bringt eine neue Liebe wieder Hoffnung. Und bald schon findet Ella sich in einer Patchworkfamilie wieder. Der Roman kreist um den Zerfall einer Ehe, eine dramatische und doch erneuernde Krise und um die neue, die “späte” Familie, die aus ihr hervorgeht. Zeruya Shalev lebt als freie Autorin mit ihrer Familie in Jerusalem. Berühmt wurde sie mit ihren zwei internationalen Bestsellern Liebesleben und Mann und Frau. Späte Familie
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admin | Posted 05/08/2007 | Preise und Events | Keine Kommentare »
Suhrkamp-Cheflektor Raimund Fellinger ist neuer Präsident der Internationalen Thomas Bernhard Gesellschaft in Wien. Raimund Fellinger löst damit Peter Fabjan, den Bruder des Schriftstellers, ab. Fabjan wird der Internationalen Thomas Bernhard Gesellschaft aber weiterhin als Ehrenpräsident zur Verfügung stehen. Fellinger arbeitete seit 1979 als Lektor beim Frankfurter Suhrkamp Verlag, Thomas Bernhard (1931-1989), dessen Bücher er lektoriert hat, hat er auch persönlich gekannt. Außerdem gab der neue Präsident bereits ein Bernhard-Lesebuch heraus, weitere Werke über den Schriftsteller seien in Arbeit. Die 1999 gegründete Gesellschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit Veranstaltungen und Veröffentlichungen an Thomas Bernhard und seine Werke zu erinnern. Der Autor von Gedichtbänden, Theaterstücken und Romanen gilt als einer der einflussreichsten österreichischen Schriftsteller der Nachkriegszeit.
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admin | Posted 04/08/2007 | Autoren | Keine Kommentare »
In Leipzig tut sich literarisch gar nichts. Das meint Juli Zeh (deren neuer Roman “Schilf” in wenigen Tagen erscheint) und zieht in die Provinz. Bestseller-Autorin Juli Zeh ("Adler und Engel", "Spieltrieb") zieht aus Leipzig weg und lässt kein gutes Haar an der Stadt. "Leipzig ist literarisch längst tot", sagte die 33-Jährige der "Leipziger Volkszeitung". Die Buchmesse markiere einmal im Jahr ein isoliertes Großereignis, das übers Jahr immer wieder einschlafe. Wer Kontakt zu Kollegen suche, eine lebendige Szene wolle, sei in der Stadt falsch, sagte die Autorin, die am Deutschen Literaturinstitut Leipzig studierte. "Es gab in den 90ern, in den Jahren des kreativen Aufbruchs, Lesungen an allen möglichen und unmöglichen Orten", sagte Zeh. "Da haben Leute selbst angepackt und ein Programm auf die Beine gestellt. Heute warten sie auf institutionelle Förderung." Die in Bonn geborene Schriftstellerin und Juristin zieht in die brandenburgische Provinz. Am 12. August erscheint im Schöffling-Verlag ihr dritter
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admin | Posted 04/08/2007 | Uncategorized | Keine Kommentare »
Bilder, wie man sie von Paul Senn kennt. Der erste umfassender Bildband aus dem Nachlass eines der wichtigsten Fotografen ist erschienen Es gibt einzelne Bilder, bei denen ganze Kinofilme verblassen. Diese Behauptung wird jede und jeder beim Blättern dieses Bildbandes staunend mit Kopfnicken bestätigen. Als der Photoreporter Paul Senn am 25. April 1953 starb, war die Betroffenheit in der Medienbrache groß. Er belieferte über 40 Zeitschriften mit Bildern aus aller Welt. Um den heutigen Fotografen nicht zu nahe treten zu wollen, sei dem Verfasser dieser Worte erlaubt zu meinen, dass Paul Senn ohne Serienauslöser oder digitaler Retouchetechnik Bilder gelungen sind, die seinesgleichen selten zu finden sind. Das vorliegende Buch versammelt Bilder, die im Sinn und Herz haften bleiben und es bestückt diese mit sehr aufschlussreichen Texten. Niemand, der sich kulturinteressiert nennt kommt umhin, seine Bibliothek mit diesem Prachtsband zu bereichern. Urs Heinz Aerni Markus Schürpf und Matthias Frehner (Hrsg.)Paul SennFotoreporterVerlag
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admin | Posted 04/08/2007 | Krimis | Keine Kommentare »
Der Roman zeigt, wie Kommerzialisierung und neue Medikamente in eine Sackgasse geführt haben, deren Opfer vor allem die Sportler sind. Kennenlernen müsste man die Autorin eigentlich mit dem Roman "Der Lauf des Flusses", der dick und ruhig eine historische Geschichte über einen Musiker im Mittelalter erzählt. Der Stil im neuen Roman, ein Krimi, ist gänzlich anders aber die Recherchequalität ist sichtlich geblieben. Während der Etappe-Nacht am Bodensee verliert eine Radsportmannschaft ihren Kapitän. Durch den Tod. Genauer: durch Herzinfarkt. Die Behörden legen den Fall zu den Akten, die Eltern des Toten fragen nach, zusammen mit der Titelfigur Marie Machiavelli. Flüssig aber hartnäckig liest man sich in die Welt des Radsports mit allem Drum und Dran; Geld, Medikamente und Schweigen. Anne Cuneo ließ sich fünf Jahre auf dieses Thema ein. Fazit: Gute Geschichte mit wissenswerten Details zu einer Sportart, die sich nun für ihren Ruf mächtig ins Zeug legen muss. Urs Heinz
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admin | Posted 03/08/2007 | Autoren | Keine Kommentare »
Elisabeth Binder Elisabeth Binder hat Orpheus und Eurydike in unsere Zeit versetzt. Seite 4 sprach mit ihr über "Orfeo" und den Schauplatz Ihres Romans: Venedig. Wissen Sie, was den Anstoß zu “Orfeo” gab? Nein. Irgendwann hat die Idee für diesen Roman einen anderen, in Ansätzen bereits entworfenen Text verdrängt, der ebenfalls eine Suche nach etwas Verlorenem, dort eher Verschollenem, zum Thema gehabt hätte. Die Kritik spricht von Melancholie und einem “schön-traurigen” Buch. Ein Effekt, den Sie sich erhofft haben? Ich glaube nicht, dass ich auf einen bestimmten Effekt gehofft habe. Was ich machen wollte, war ein “schönes” Buch, das ja! Das heißt? Das heißt vor allem: ein lebendiges Buch. Und das heißt unter anderem auch, dass da nicht einfach eine Stimmung – melancholisch oder traurig oder wie immer – herrschen kann. Gerade auf die permanenten Stimmungswechsel kommt es mir sehr an: diese atmosphärischen Schwankungen und Schwebungen des Gemüts, denen man
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admin | Posted 03/08/2007 | Autoren | Keine Kommentare »
Seit nunmehr fast 200 Jahren haben die Brüder Grimm eine treue Leserschaft. Ihre Märchen und Erzählungen wurden in mehr als 160 Sprachen und Dialekten veröffentlicht. Jacob und Wilhelm Grimm gaben aber auch die "Deutsche Grammatik" sowie das "Deutsche Wörterbuch" heraus und gelten damit als Mitbegründer der modernen Germanistik. Von ihren Werken und vom Alltag der berühmten Brüder erzählt eine Ausstellung im Museum Haldensleben (Sachsen-Anhalt), das seit 1964 einen Teil des privaten Grimm-Erbes besitzt. Vermacht wurde dem Museum der bedeutende Nachlass von der einzigen, unehelichen Enkeltochter Wilhelm Grimms, Albertine Plock, die von 1902 an in Althaldensleben lebte. Zu der Grimm-Sammlung des Museums Haldensleben gehören 1900 Bücher, Kleinmöbel, Gebrauchsgegenstände, handschriftliche Unterlagen, Fotografien und Kleidungsstücke. Das wohl prächtigste Stück empfängt den Besucher gleich am Eingang. Es ist Jacob Grimms kunstvoll bestickter Gala-Frack, den er 1815 auf dem Wiener Kongress trug. Auf der anderen Seite des Raums stehen das Nähtischchen und der Sessel von
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admin | Posted 02/08/2007 | Uncategorized | Keine Kommentare »
Leben und Legende einer europäischen Heiligen. Eine Bilderreise durch Ungarn, Deutschland, Italien und die Slowakei Sie war Königstochter, Landgräfin und Heilige, aber schwierig einzureihen, in die Geschichte der Legenden und Persönlichkeiten. Elisabeth verschenkte den Bettlern Kleider und den Armen wusch sie die Füße. Das fiel auch schon im 13. Jahrhundert auf. Dieses Buch verfolgt die Spuren einer Frau quer durch die Länder Deutschland, Ungarn, Italien und Slowakei. Aber nicht in Form einer erzählten Biografie oder eines historischen Romans, sondern durch Bilder. Die Autorin Jutta Krauß und der Fotograf Ulrich Kneise besuchten Museen, Kirchen und Sammlungen um der sagenhaften Frau Elisabeth ein Gesicht zu geben. Genaugenommen ist das Buch ein Kunstführer mit den Kriterien eines menschlichen Werdegangs. Deshalb muss dieses Buch folgenden Menschen ans Herz gelegt werden: Historikerinnen, Bücherliebenden und Frauenrechtlern. Urs Heinz Aerni Jutta Krauß und Ulrich Kneise:ElisabethLeben und Legende einer europäischen HeiligenVerlag Schnell & Steiner
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admin | Posted 01/08/2007 | Preise und Events | Keine Kommentare »
Als erstes der drei deutschsprachigen Länder setzt Deutschland heute, 1. August, die überarbeitete Rechtschreibung endgültig um. Damit werden Schülern nun Fehler nach der überarbeiteten neuen Rechtschreibung angerechnet. An Österreichs Schulen dauert es noch ein Jahr, in der Schweiz noch zwei Jahre, bis die Übergangsfrist an den Schulen endet. "Nach den turbulenten ersten zwei Jahren gehen wir jetzt in ruhigeres Fahrwasser", erklärte der Vorsitzende des Rates für deutsche Rechtschreibung, Hans Zehetmair. Jetzt müssten Ruhe und Beständigkeit einkehren. "Wir gehen davon aus, dass die Sprache und die Schreibgewohnheiten eine Antwort darauf geben werden, welche Schreibweise sich durchsetzt", meinte Zehetmair zu den zugelassenen verschiedenen Varianten bestimmter Wörter. Besonderes Augenmerk werde der Rat auf Worte wie "Gämse" (alt: "Gemse") und behände (alt: "behende") richten sowie auf Bezeichnungen fremdsprachigen Ursprungs wie "Frisör" (alt: "Friseur"). Die Nachrichten-Agenturen haben sich in Fällen, bei denen Varianten zulässig sind, auf eine gemeinsame Schreibweise geeinigt. Auf der gemeinsamen Webseite http://www.die-nachrichtenagenturen.de
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Redaktion lettra, Zimmerstr 32, D-10969 Berlin, info@lettra.tv